Fallstudie: Von klassischem Dolmetschen zu KI-Dolmetschen
20. helmikuuta 2026

Kuva: Túlkan toimihenkilöitä ja tulkki Ystäväillassa vuonna 2024.
Verbesserung der mehrsprachigen Dienste durch KI-Dolmetschen in Region West-Uusimaa
In der Region West-Uusimaa, der die Stadt Espoo und neun weiteren Gemeinden der finnischen Region Uusimaa umfasst, leben rund 470.000 Menschen. Die Gemeinden haben sich zu einer Organisation namens LUVN zusammengeschlossen, welche nahezu 10.000 Fachkräfte beschäftigt und für Gesundheits-, Sozial- und Rettungsdienste in der Region zuständig ist.
Im Frühjahr 2024 startete LUVN ein KI-Programm mit intensiver Beteiligung der Beschäftigten. Dolmetschdienste erwiesen sich dabei rasch als vielversprechender Bereich für den Einsatz von KI – und führten zu einem Pilotprojekt mit dem KI-Dolmetscher von Túlka.
Herausforderungen bei klassischem Dolmetschen
Das Dolmetschen durch Menschen war mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden:
Hohe Kosten, die den Bedarf an nachhaltigeren und skalierbaren Lösungen verstärken.
Varianz der Verfügbarkeit und Neutralität der Dolmetscher:innen – mit spürbaren Auswirkungen auf die Servicequalität.
Datenschutzrisiken bei sensiblen Kundengesprächen und vertraulichen Informationen.
Schwankende Qualität der Dolmetscher:innen, die von ausgezeichnet bis unzureichend reichen konnte.

Lösung: KI-Dolmetschen mit Túlka
LUVN hat sich für ein Pilotprojekt im Bereich KI-gestützter Dolmetschdienste mit Túlka zusammengeschlossen. Túlka unterstützt den Wohlfahrtsbezirk West-Uusimaa bereits seit mehreren Jahren mit klassischen Dolmetschleistungen – daher lag es nahe, das erste sichere KI-Dolmetsch-Pilotprojekt auf dem Markt mit einem bewährten Partner umzusetzen. Die ersten Tests des KI-Dolmetschdienstes wurden in Entbindungskliniken und Sozialämtern durchgeführt.
Die Einführung erfolgte in mehreren Schritten:
gezielte Auswahl von Nutzergruppen mit hohem Dolmetschbedarf,
Schulung und Onboarding durch Túlka,
engmaschige Kommunikation und Ergebnisberichterstattung durch Túlka.
Ein effektives Change-Management und eine starke interne Führung waren entscheidend für den Erfolg. Die Beschäftigten wurden aktiv in Diskussionen über die finanziellen Auswirkungen einbezogen – etwa mit dem Hinweis, dass Einsparungen von jährlich 50.000 € bei den Dolmetschkosten die Einstellung einer zusätzlichen Pflegekraft ermöglichen könnten. Diese Perspektive förderte Verständnis und Engagement, auch wenn die Nutzung des KI-Dienstes anfangs ungewohnt war.

Referenzen
